Die Katze an den Garten gewöhnen so geht das:

Wohnungskatzen verbringen bekanntermaßen viel Zeit damit, vor sich hin zu dösen und kommen dabei überaus entspannt „rüber“ – aber lasse Deine Katze dochmal in den Garten.

Im Garten kann deine Katze ihre Neugier, Verspieltheit und den Jagdtrieb richtig ausleben und du wirst sehen welche Veränderung deine Katzen erlebt wenn du mit Ihr öfters in den Garten und an die frische Luft gehst.

Wohnungskatze im Garten
Die Freiheit der Wohnungskatze im Garten Copyright: volrab vaclav bigstockphoto

Der Garten ist für eine Wohnungskatze eine neue Welt

Besonders wichtig ist es auch ein bisher als reine Wohnungskatze gehaltenes Tier im Falle eines Umzuges und dem Zugewinn eines Gartens, ganz langsam und vorsichtig an einen Freigang zu gewöhnen.

Die Katze im Garten –  Folgende Punkte gibt es zu beachten:

  • Eine Katze die bisher nicht als Freigänger unterwegs war, muss Schritt für Schritt lernen, sich im Garten zu zurechtzufinden
  • Wenn man die Wohnungskatze im Garten laufen und spielen lässt, muss man auch damit rechnen, dass sich ihre Erkundungstouren über die Grenzen des vom Menschen „abgesteckten“ Bereichs hinaus fortführen.
  • Bei eher schreckhaften Katzen kann es sinnvoll sein im Rahmen des Gewöhnungsprozesses eine Leine anzulegen

Langsame Gewöhnung der Katze an den Garten und Freigang

Wenn die Wohnungskatze zukünftig regelmäßig im Garten auf Tour gehen soll, dann sollte man sie als Halter auf jeden Fall sehr vorsichtig daran gewöhnen.

Das heisst, dass man bei den ersten Bemühungen der Katze, eine Art Freigänger zu werden, immer mit dabei ist und das Tier im Blick behalten sollte. Der Halter muss der Wohnungskatze im Garten die notwendige Sicherheit vermitteln, damit diese nicht beim nächsten lauten Geräusch das Weite sucht.

Üblicherweise verfügen Katzen zwar über einen guten Orientierungssinn und werden den Weg zurück zumindest dann wieder finden, wenn sie länger an einem Ort gelebt haben. Wenn die Katze oder der Kater die entsprechende Gegend nicht kennt, kann man kann sich natürlich nicht darauf verlassen, dass das direkt funktioniert.

In manchen Fällen entscheiden sich Halter, den Freigang von Kater oder Katze lediglich angeleint zu ermöglichen. Dies ist insbesondere dann der Fall, wenn der Garten selber nicht so gesichert werden kann, dass der Vierbeiner über die Grenzen des Grundstückes hinaus wandert und dann möglicherweise den Gefahren größerer Verkehrsknotenpunkte ausgesetzt sind oder anderen Risiken begegnet.

Die Katze im Garten – Was du beachten musst

Verantwortung für das Tier

Eine junge Katze, beziehungsweise ein Tier, das gerade erst „adoptiert“ worden ist sollte man – unabhängig davon, ob es sich später um einen reinen Freigänger oder eine Wohnungskatze mit beschränkten Gartenzugang handelt – zunächst einmal über einen vergleichsweise langen Zeitraum in der Wohnung oder im Haus behalten.

Vor dem ersten Freigang sollte der vierbeinige „Familienzuwachs“ sich an all seine Vertrauenspersonen und an die entsprechenden Örtlichkeiten gewöhnt haben.

Die Wohnungskatze im Garten spielen zu lassen, heisst natürlich auch, dass man als Halter in gewissem Maße eine Verantwortung dafür übernimmt, dass diese nicht in Nachbargrundstücken wildert, was schwierig zu kontrollieren ist. Die Verantwortung, die man als Halter für die Wohnungskatze im Garten oder im weiteren Freigang hat, schließt natürlich auch ein, dass Kater und Katze kastriert, bzw. sterilisiert sind, da die Tiere aus der Nachbarschaft oder das eigene Tier sonst eventuell ungeplanten Nachwuchs bekommen.

Für den Gesundheitszustand der Freigänger-Katze oder der Wohnungskatze im Garten gilt selbstverständlich auch, dass die notwendigen Impfungen vorhanden sein sollten.

Verantwortung für die Nachbarschaft

Katzen, die als Freigänger unterwegs sind oder als Wohnungskatze im Garten, sind natürlich häufig auch bei den Familien und vor allem bei den Kindern in der Nachbarschaft beliebt.

Das führt manchmal dazu, dass die Tiere auch in der Umgebung gerne durch die Gabe von Futter oder gar Milch angelockt werden und dann teilweise mehrmals essen. Selbstverständlich kann man bei Tieren, die nicht als reine Wohnungskatzen gehalten werden auch nicht vermeiden, dass Kleintiere – also insbesondere Mäuse – aus der Umgebung „anschleppen“.

Das ist dem Jagdtrieb der Tiere geschuldet und obwohl es unangenehm ist, handelt es sich um ein Geschenk der Katze an den Halter, der damit eigentlich als Teil der Familie anerkannt wird. Der Halter sollte außerdem bei Katzen, die als Freigänger unterwegs sind oder bei der Wohnungskatze im Garten auf die Hygiene achten. Katzenbisse, die manchmal aus de, Spiel heraus entstehen, können für Menschen nicht ungefährlich sein und es kommt hier überaus leicht zu Entzündungen.

Diese Gefahr besteht natürlich auch bei Katzen, die immer in der Wohnung sind, ist aber beim Freigänger noch ein wenig größer.

Fazit

Die Wohnungskatze, die einen Garten besuchen kann, hat das Glück, dass ihr ein Spiel- und Jagdfeld angeboten wird, das sie natürlich überaus gerne begeht und erkundet. Da den Haltern die Gesundheit und das Wohlbefinden des Tieres natürlich überaus wichtig ist, muss dieser dafür Sorge tragen, dass die Gewöhnung der Katze an den Freigang nicht zu schnell erfolgt und dass dem Vierbeiner die Möglichkeit gegeben wird, sich an die neue Umgebung zu gewöhnen.

Die Gesundheitsvorsorge vor dem ersten Freigang ist ebenfalls ein zentrales Anliegen und die Beratung des behandelnden Tierarztes sollte in Anspruch genommen werden. Dann steht den Erkundungstouren des Vierbeiners aber nichts mehr im Wege.

⏲ Letzte Aktualisierung am von Mario Foerster

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Quellen und vertiefende Ressourcen:

  • [PDF] Die Haltung von Katzen - Deutscher Tierschutzbund abrufen↑
Nachschlagewerke (Hintergrundrecherche)
  • Was Katzen wirklich wollen (GU Tier Spezial) Buch – 9. August 2014,von Dr.Mircea Pfleiderer, Birgit Rödder,Verlag: GRÄFE UND UNZER Verlag GmbH; ISBN-10: 3833839457 abrufen↑
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