Labrador Erziehung: Die entscheidenden Tricks und Kniffe

Der Golden Retriever und der Labrador sind die beliebtesten Hunderassen in Deutschland. Ihren treuen Augen sind bereits viele Herrchen und Frauchen erlegen.

Dabei sollten wir bedenken, dass jede Rasse mit bestimmten Eigenarten und Charaktereigenschaften verbunden ist. Wer sich also einen Hund anschafft, sollte von Anfang an auf das Interieur der Rasse achten.

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Der erwachsene Hund ist stubenrein – Copyright: chalabala bigstockphoto

Mir geht es im Folgenden um praktische Tipps und ein paar Kniffe, die die Labrador Erziehung einfacher machen.

Labrador Erziehung – Das Wichtigste auf einen Blick:

  • mit dem Labrador in die Erziehung frühestmöglich starten
  • einfache Kommandos einüben: Sitz, Bleib, Aus, Fuß
  • Welpenspielstunde und Training besuchen
  • Prägephase mit dem Labrador für die Erziehung nutzen
  • konsequent und geduldig jeden Tag trainieren

Der Charakter des Labradors

Eines steht fest: Wir Deutschen lieben den Labrador. Wenn man einmal in seine Augen blickt, kann man ihm eigentlich gar nicht böse sein. Zu den wichtigsten Charaktereigenschaften gehören sein ausgeglichenes und sanftmutiges Wesen, seine Intelligenz und Kontaktfreudigkeit gepaart mit einem zutraulichen und agilen Charakter.

Zugegeben, das Ganze ist noch etwas schwammig und lässt sich nur schwerlich auf die Labrador Erziehung übertragen. Die meisten schätzen diese Hunderasse aufgrund ihrer Loyalität und Intelligenz. Das können wir für den Einstieg in das Training optimal nutzen.

Die wichtigsten Eigenschaften des Labradors in der Übersicht

Jeder Labrador liebt es zu spielen. Gerade Apportierspiele und Ballspiele sind geeignet, um den Vierbeiner auszupowern.

Labradore fressen gern. Dabei bleibt nicht selten der Mülleimer verschont. Hundehalter sollten darauf achten, dass ihr Vierbeiner nicht zu dick wird.
Labradore haben jede Menge Energie. Du musst deinen Hund also ausreichend bewegen. Andernfalls führt das zu Problemen.

Labradore verlieren jede Menge Haare. Auch wenn wir es mit einer Kurzhaarrasse zu tun haben, scheint die Menge an Fell enorm zu sein, die dein Hund jedes Jahr lässt.
Labrador sind die perfekten Begleithunde. Gerade ihr zutraulicher und sozialer Charakter kommen bei Menschen sehr gut an.

Labradore sind äußerst intelligent. Tatsächlich gehört diese Hunderasse zu den 10 intelligentesten. Du solltest deinem Hund also mehr bieten als den täglichen Spaziergang und den Aufenthalt im Auslauf.

Jeder noch so kleine Labrador Welpe oder Junghund wird auch ein erwachsener Hund, der ohne Erziehungsprobleme macht. Eine pauschale Formel für die Labrador Erziehung wird es nicht geben. Jeder Hund ist ein Individuum mit seinen Eigenheiten und Macken.

Wann starte ich mit meinem Labrador mit der Erziehung?

Im Prinzip solltest du mit der Labrador Erziehung so früh wie möglich beginnen. In den meisten Fällen kommen die Welpen im Alter von acht Wochen in ihr neues zuhause. Sie haben von da an keine Schonfrist, sondern sollten von Anfang an eine konsequente Erziehung genießen.

Schließlich dauert die Prägephase bis zur 20. Woche, was dein Labrador in dieser Zeit kennengelernt hat, wird ihm wenig später keine Probleme bereiten. Du solltest dich also nicht davor scheuen, mit einem Welpen in die Stadt zu gehen, Kaffee zu trinken, Eis essen, die Müllabfuhr zu beobachten, in die Welpenspielstunde zu gehen und möglichst viele andere Artgenossen zu treffen.

Nutze die Möglichkeit und besuche einen Hundeplatz bzw. eine Welpenspielstunde. So bleibt dein Hund in Kontakt mit Artgenossen.

Labrador Erziehung in der Prägephase

Wer in dieser Phase etwas versäumt, geht das Risiko ein, später einen vor Kraft und Energie strotzenden Labrador an der Leine zu haben, der sich beim Anblick eines anderen Hundes gebärdet und nicht ruhig an der Leine läuft. Ein junger Hund bzw. ein Welpe wird überhaupt keine Lust haben, an der Leine zu laufen. Hier solltest du äußerst behutsam vorgehen.

  1. Entscheide dich für ein leichtes Halsband, mit möglichst wenig Gewicht.
  2. Am Anfang werden die Welpen sich immer wieder jucken, da sie die ungewohnte Belastung nicht gewöhnt sind.
  3. Mit einem kleinen Hund geht es nicht gleich auf einen großen Spaziergang. 5-15 Minuten mehrmals am Tag reichen da vollkommen aus.
  4. Denke daran, dein Labrador hat noch sehr weiche Knochen und befindet sich mitten im Wachstum. Eine Überlastung würde fatale Folgen haben und kann sogar zu einer periodischen Lahmheit führen.
  5. Auch wenn die Kleinen am Anfang überhaupt keine Lust haben, an der Leine vom Haus wegzugehen, wird es nur ein paar Wochen dauern, bis sie sich auf den Spaziergang freuen.

Die ersten Schritte in der Labrador Erziehung zuhause

Zuhause kannst du problemlos die ersten Kommandos einüben, wie Sitz, Komm, Bleib, Nein und Aus. Bedenke von Anfang an, dass du in der Labrador Erziehung identische Kommandos für einen Befehl anwendest.

Dabei ist es dir überlassen, ob dein Hund sich auf den Befehl Schmetterling hinsetzt oder auf Sitz. Bleibe auf jeden Fall konsequent. Wenn dein Labrador den gewünschten Befehl ausgeführt hat, lobst du ihn unmittelbar danach. Nur so kann er das Lob mit dem Ereignis in Verbindung bringen.

Das Gleiche gilt für die Bestrafung. Ich selbst bin kein Freund davon, Hunde übermäßig zu bestrafen. Auf keinen Fall sollten wir die Hand erheben und einen Hund schlagen.

Daraus kann sich eine manifestierte Angst gegenüber Händen entwickeln, die wir später nur sehr schlecht aus dem Hund wieder herausbekommen.

Die größte Herausforderung für einen Labrador Welpen ist das Sauberkeitstraining. Anfangs bringst du den Welpen alle 2 Stunden, nach dem Fressen und nach dem Schlafen nach draußen. Dann kannst du die Abstände allmählich ausdehnen.

Die Vorteile einer konsequenten Erziehung für deinen Labrador

Deine Konsequenz und Geduld zahlt sich aus. Du wirst sehen, hast du fleißig mit deinem jungen Hund oder Welpen zuhause geübt, wirst du später einen folgsamen, sozialen und freundlichen Hund an der Seite haben.

Zumal jeder Labrador von einer konsequenten Hand profitiert, denn unsere Vierbeiner können sich so leichter im Leben orientieren. Sie finden ihren Platz im Rudel und in der Familie, in der sie sich sicher und geborgen fühlen.

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