Gesundheit

Nierendiät beim Hund – Ursachen und Behandlungsmöglichkeiten

Ernährung für nierenkranke Hunde

Nicht nur Menschen, auch Hunde können unter Nierenerkrankungen leiden. Tatsächlich gehört die Niereninsuffizienz bei allen Hunden zu einer der häufigsten Beschwerden. Eine Nierenerkrankung bei Hunden kann verschiedene Ursachen haben.

In den meisten Fällen liegt eine bestimmte Krankheit vor, die auf lange Sicht zu einer weitläufigen Schädigung der Nieren eines Hundes führt. Sind die Nieren erst einmal geschädigt, können Sie ihrer Funktion als Entgiftungsorgan nicht mehr hundertprozentig nachkommen. Eine Nierendiät beim Hund ist die einzige Alternative, um der Schädigung entgegenzuwirken.

Nierendiät bei Nierenerkrankung beim Hund

Untersuchung beim Tierarzt Urheber: luckybusiness / 123RF

Nierenerkrankungen bei Hunden erkennen

Im Grunde genommen unterscheiden wir zwei verschiedene Nierenerkrankungen. Ein Hund kann an chronischem und unter akutem Nierenleiden erkranken. Eines haben beide Nierenerkrankungen gemeinsam: Sie schränken die Funktion der Nieren stark ein. Möchten Sie einer weitläufigen Schädigung des Gesundheitszustandes entgegenwirken, ist dies nur über leicht verdauliche Kost möglich. Von der Nierendiät ist in diesem Fall die Rede.

Gerade bei älteren Hunden kommt es zumeist zu einem Nierenleiden. Es kann aber auch genetisch vererbt oder angeboren sein. Die jeweiligen Behandlungsmaßnahmen orientieren sich an dem Alter Ihres Hundes, an der Intensität und Ernsthaftigkeit der Nierenerkrankung und an der Art des Krankheitsbildes. Liegt die Diagnose der Niereninsuffizienz vor, sind Sie gezwungen, die Ernährung Ihres Hundes sofort umzustellen.

 

So gelingt die Nierendiät beim Hund!

Das Futter der Nierendiät beim Hund sollte vor allen Dingen für den Darmtrakt und die Leber keinerlei verdauliche Herausforderung darstellen. Die Ärzte raten im Allgemeinen zu proteinarmem Futter. Dies ist wiederum auf den Großteil der Nierenprobleme zurückzuführen, die unweigerlich auf Proteinablagerungen in den Gefäßen verweisen. Liegt jedoch ein spezifisches Nierenleiden vor, kann der Arzt genau das Gegenteil empfehlen und die Proteine hoch dosieren. In diesem Fall ist von einer Hoch-Protein-Diät die Rede. Diese Fütterung setzt sich aus gekochten und rohen Futterbestandteilen zusammen. Im direkten Vergleich dazu, ist ein proteinarmer Ernährungsplan um ein Vielfaches schwieriger zu handhaben.

 

Ursachen der Nierendiät beim Hund

Eine weitere Unterform der Nierendiät legt ihr Hauptaugenmerk auf eine phosphorarme und natriumarme Ernährung. Sie sollten fortan einen genauen Blick auf die Inhaltsangaben des Dosenfutters werfen und Futtersorten mit einem hochprozentigen Gehalt von Phosphornatrium Ihrem Hund nicht geben. Im Prinzip haben Sie in diesem Fall zwei Möglichkeiten: Sie kaufen Fertigfutter, das einen geringen Natrium- und Phosphorgehalt aufweist, oder Sie stellen das Fertigfutter mit den abgestimmten Bestandteilen selbst her. Besprechen Sie die Fütterung und den Speiseplan mit dem behandelnden Tierarzt. Dieser hat zahlreiche Tipps und auch die passenden Produkte für Sie parat. Sie sollten gerade bei Hunden mit Nierenproblemen darauf achten, dass die Futtermenge gleichmäßig über den Tag verteilt gefüttert wird. Darüber hinaus ist es von elementarer Bedeutung, dass Ihr Hund reichlich Wasser zu sich nimmt.

Trockenfutter bei Nierendiät vermeiden

Vermeiden Sie bei nierenkranken Hunden Trockenfutter. Gerade die Standard Futtermittel sind für nierenkranke Hunde nicht geeignet, da die Inhaltsstoffe das Nierenleiden begünstigen. Mittlerweile liegen verschiedene Studien vor, die nachweisen, dass Trockenfutter bei Hunden tatsächlich zur Austrocknung und zu Nierenproblemen führen kann. Vermeiden Sie Trockenfutter in der Nierendiät.

Ein weiterer Trick, um für einen gesunden Hundespeiseplan zu sorgen, sind Nahrungsergänzungsmittel und abgestimmte Hundesnacks. Diese Leckerbissen wurden wahlweise mit Omega-6-Fettsäuren, Omega-3-Fettsäuren oder Fisch sowie mit einem abgestimmten Vitamin-B-Komplex angereichert.

Hundefutter bei Nierendiät selber herstellen

Wir raten Ihnen dazu, bei nierenkranken Hunden, das Futter selbst in der Küche herzustellen. So gehen Sie auf Nummer sicher und können die Inhaltsstoffe kontrollieren. Die optimale Nierendiät für Hunde setzt sich aus Kartoffeln, Reis sowie gekochtem, rohem Fleisch, Gemüse und Eiern zusammen. Sie sollten das Futter ausschließlich aus frischen Inhaltsstoffen zubereiten. Auch Farbstoffe, Geschmacksstoffe und Konservierungsstoffe haben im Hundefutter nichts zu suchen. Behalten Sie den Fettgehalt des Hundefutters mit dem Auge, denn bei einer Nierendiät sollte nur ein äußerst geringer Fettgehalt gefüttert werden. Fragen Sie sich, wie viel selbst gemachtes Hundefutter Sie Ihrem Hund geben sollen? Eine praktische Leitformel besagt, dass die Gesamtfuttermenge am Tag niemals über 2-3 % des Hundegewichtes steigen sollte.

 

Barfen und Nierendiät beim Hund

Zugegebenermaßen ist eine Protein-Diät am Anfang noch recht aufwändig. Doch gehen die einzelnen, Rezepte schnell in Fleisch und Blut über. Befürworter des Barfens hingegen gehen davon aus, dass der Mythos der zu hohen Eiweißmengen wissenschaftlich nicht erwiesen ist. Ganz im Gegenteil, füttern Sie zu wenig Eiweiß, führt dies zu einem Abbau des Gewebes und zu einer weitreichenden Schwächung des gesamten Immunsystems.

So ist es gerade bei Nierenerkrankungen nicht sinnvoll, eiweißreduziert zu füttern. Bei den meisten akuten Niereninsuffizienzen kommt es zu einer Ausscheidung von Phosphor. Dieser Prozess wird durch die Niere gestört und führt unweigerlich zu Urämie. Sie sollten also bei einer Nieren Diät vornehmlich den Phosphorgehalt und die Knochenmenge herabsetzen. Darüber hinaus raten die Experten zu allen Gemüsearten, die einen hohen Gehalt von Karotene aufweisen. In diesem Zusammenhang ist von grünem, rotem und gelbem Gemüse die Rede. Pflanzenöle sollten Sie hingegen nicht verwenden.

 

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