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English Mastiff Hundrasse – Charakter und Rasseüberblick

Rasse und Charakter des English Mastiff

Der English Mastiff gehört zu den ältesten Hunderassen, die ihren Ursprung in England haben. Dennoch sind sie heute äußerst selten und haben eine besonders treue Fanbase. Wir wollen euch in diesem Artikel neben einer Rassebeschreibung den English Mastiff genauer vorstellen. Worauf solltet ihr bei der Anschaffung und bei der Haltung achten?

Rasse Hund English Mastiff

English Mastiff – Charakter und Rasse Urheber: fotojagodka / 123RF

 

 

Der English Mastiff und seine massive Erscheinung

Der VDH hat den English Mastiff mit der Rassenummer 264 der FCI Gruppe 2, sprich den Schutz- und Wachhunden, zugeordnet. Das verweist zunächst auf eine der Grundanlagen in den Charaktereigenschaften.

Woran erkennt man eigentlich einen reinrassigen English Mastiff? Was für eine Frage. Zunächst einmal an seiner Ahnentafel, die ausgehend vom FCI den eineindeutigen Nachweis für die Reinrassigkeit erbringt.

 

  • Der Kopf zeichnet in seinen äußeren Formen ein quadratisches Erscheinungsbild.
  • Hier wünscht man sich eine ausgeprägte Breite, einen massiven Körper und einen langen mächtigen Körperbau.
  • Die Läufe sollten möglichst senkrecht auf dem Boden stehen. Die Muskeln zeichnen sich deutlich ab.
  • Schließlich sollten wir bedenken, dass sie es hier mit einem Wachhund zu tun haben, der auch agil und beweglich ist.
  • Der große und massive Körper bildet eine beeindruckende Erscheinung, an der ihr so schnell nicht vorbeikommt.

 

Wie steht es um den Charakter des English Mastiff?

Der English Mastiff ist treu und erhaben und steht seinen Besitzern zur Seite. Er möchte Herrchen und Frauchen sowie das Haus beschützen, bleibt dabei aber gutmütig und zuverlässig. Der English Mastiff ist mit einer sehr hohen Reizschwelle und Toleranz ausgestattet. So schätzen Familien ihren massiven Freund nicht zuletzt aufgrund seiner Gelassenheit.

Dabei bleibt dieser Hund sehr personenbezogen und ergibt sich sein Leben lang seinen Aufgaben. Die große und herrschaftliche Erscheinung trügt also vor dem eigentlich sensiblen Charakter nicht hinweg. Die Hunde werden zunächst einmal reserviert und zurückhaltend auf neue Situationen reagieren, um sich ein Bild von dem Ganzen zu machen. Ihre hohe Reizschwelle lässt sie zum perfekten Familienhund werden, aber auch ältere Menschen kommen ohne Probleme mit dieser Rasse zurecht. Sie gelten als Familienmitglieder und wollen im Familienanschluss so viel Zeit wie möglich mit Herrchen und Frauchen verbringen.

 

Woher kommt der English Mastiff?

Wie es der Name schon sagt, hat diese Rasse ihren Ursprung in Großbritannien. Heute zählt sie zu den ältesten Hunderassen, die wir kennen. Bereits in der Antike gab es die großen, massiven und doggenähnlichen Hunde, die man im Krieg und für Schutzaufgaben eingesetzt hat. In den späteren Epochen schmückte sich der Feudaladel auf der Jagd mit English Mastiffs.

Das Fell ist äußerst robust und sollte eng anliegen, sodass es sich ganz leicht pflegen und kämmen lässt. Die Fellfarben Gestromt, Falb und Aprikot sind erlaubt. Die Augenränder sind dank eines optimalen Pigments am besten Schwarz umrandet. Zu viel weiße Einfärbung im Bereich der Füße, der Brust und des Körpers weichen vom Rassestandard ab.

 

Wie werden die Erwachsenen English Mastiffs?

Wir haben es hier mit einer äußerst großen Rasse zu tun, die im Widerrist zwischen 70-90 cm groß wird. Dabei macht es einen Unterschied, ob wir ein Männchen oder ein Weibchen in eurem zuhause aufnehmend. Die Rüden liegen zwischen 73 und 100 kg und die Weibchen zwischen 54 und 77 kg. Wir können sie der Sektion der Mollossoiden und doggenartigen Hunde zuordnen.

 

English Mastiff – Haltung & Welpen – was beachten?

Im VDH ist der Club für Molosser e.V. mit Sitz in Ober-Mörlen für die Welpenvermittlung zuständig – ebenso wie der Old English Mastiff Club Deutschland e.V. Tragt ihr euch mit dem Gedanken, einem kleinen English Mastiff ein Zuhause zu geben, solltet ihr bestenfalls über einen eingezäunten Garten, eine große Rasenfläche und einen Hof verfügen. Obendrein bietet ein ebenerdiges Haus dieser großen Rasse genügend Platz.

Doch Vorsicht, der English Mastiff birgt in sich absolutes Suchtpotenzial, sodass ein English Mastiff zumeist nicht alleine bleibt. Ihre liebenswerte und ausgeglichene Art, die stoische Ruhe und die Gelassenheit im Alltag statten diese Hunderasse mit allen Merkmalen aus, die den Mastiff so bezaubernd machen.

 

Das regelmäßige Bürsten und die Streicheleinheiten sind für diesen Hund besonders wichtig. Pflegt vor allen Dingen regelmäßig die Hautfalten, denn hier können sich Parasiten und Schmutzpartikel festsetzen und eine Pilzerkrankung hervorrufen.

Wenn möglich, solltet ihr euren English Mastiff keine Treppen oder große Höhen erklimmen lassen, denn schließlich handelt es sich dabei um eine Rasse mit einem schweren und kompakten Knochenapparat, der so schneller einen Schaden nimmt.

 

Wo Interessierte und Fans English Mastiffs antreffen?

Wir raten euch, eine der vielen nationalen und internationalen VDH und Ausstellungen innerhalb von Deutschland zu besuchen, denn hier treffen English Mastiff Aussteller und Züchter aufeinander, um ihre jungen Hunde, die Erwachsenen und Champions ebenso wie die Senioren auszustellen. Hier könnt ihr die Rasse live erleben und vielleicht schon einmal einen ersten Termin für eine Besichtigung von Welpen und Muttertieren vereinbaren.

 

 

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