Hunde

Wie alt werden Hunde?

Das Hundealter – und die Durschnittliche Lebenserwartung von Hunden

Kommt ihr zum ersten Mal mit eurem neuen Vierbeiner nachhause, wollt ihr bestimmt keinen Gedanken an den Abschied verschwenden. Doch wie alt werden Hunde eigentlich? Habt ihr euch schon einmal intensiv mit der Lebenserwartung von Hunden beschäftigt? Tatsächlich gibt es einige Hunderassen, die von Grund auf keine besonders hohe Lebenserwartung haben und andere, die ein sehr hohes Alter erreichen, wichtig ist immer die Gesundheit und Ernährung. Wir liefern euch in diesem Ratgeber alles Wissenswerte zur Lebenserwartung und zum Alter eurer Hunde.

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Gesunde Ernährung hilft zu einem hohen Hundealter Urheber: damedeeso / 123RF.com

Wie hoch ist die Lebenserwartung von Hunden?

Mein Hund wird 100 Jahre alt. Ich möchte noch gar nicht über seinen Tod nachdenken. Das sind wohl die Gedanken vieler Hundehalter, die gerade mit zunehmenden Alter im Lebensabend über mögliche Probleme, Risiken und die Gesundheit ihres Hundes nachdenken. Anders als wir Menschen, haben Hunde jedoch eine eingeschränkte Lebenserwartung.

Wir sollten das Altersstadium der Hunde richtig einschätzen, um sie altersgemäß auszulasten und nicht zu überlasten. Die älteste Hundedame schlief 2016 in einem beeindruckenden Alter von 30 Jahren für immer in ihrem Körbchen ein und begleitete ihre Besitzerin über einen beträchtlichen Teil des Lebens. Leider ist ein solch stolzes Alter eher die Seltenheit und wir müssen uns zum Teil schon viel eher von unseren Fellnasen verabschieden.

 

7 Menschenjahre = 1 Hundejahr?

 

Wer kennt sie nicht, die alles entscheidende Faustformel, nachdem wir ganz einfach das Alter der Hunde berechnen? Wobei wir euch davor warnen, pauschalierte bei jeder Rasse und jeder Hundegröße diese Rechnung anzustellen. Schließlich müsste es demnach kein Problem sein, dass euer Hund ein Alter von 14 Jahren erreicht. Das ist bei sehr massigen und großen Rassen jedoch unrealistisch.

Wie wir Menschen ist auch unser Hund ein Individuum mit einem ganz eigenen Organismus, der sich im Zuge des Lebensabends verändert. Es kann ohne weiteres sein, dass ein 10-jähriger Terrier weitaus agiler und fitter daherkommt als eine 7-jährige Dogge.

 

Gerade bei mittelgroßen Rassen beginnt der Alterungsprozess mit ca. 7-8 Jahren. Wohingegen die kleinen Rassen, wie der Dackel oder der Shih Tzu, eine Lebenserwartung von maximal 20 Jahren haben. Da wäre es doch fatal, diese Hunde mit 10 Jahren schon dem alten Eisen zuzuordnen, oder?

Eine weitere ordentliche Orientierung bietet uns der VDH, der Verein für Deutsches Hundewesen. Denn hier gehen die Hunde ab einem Alter von 8 Jahren in der Seniorenklasse. Sie sind keinesfalls zu alt für die Ausstellungen, sollten jedoch im Kontrast zur jüngeren Generation anders bewertet werden. Infolgedessen solltet ihr euch zum ersten Mal mit 7-8 Jahren damit beschäftigen, die Belastung altersgemäß umzustellen.

 

Wie alt werden Hunde?

Prinzipiell können Hundehalter schon jede Menge tun, um das Leben ihrer Vierbeiner zu verlängern. Hier appellieren wir an eure Vernunft, wenn es um die Ernährung und Fütterung der Hunde geht. Reißt euch zusammen und lasst nicht stets und ständig etwas vom Tisch fallen, denn die Wegwerf-Ernährung für Hunde und ein Übermaß an ungesunden Nährstoffen über viele Jahre hinweg schädigen die Organe und den gesamten vierbeinigen Organismus.

 

Ein gesundes Maß an Bewegung, Abwechslung, Training, Pflege und nachhaltige Ernährung bürgen für ein glückliches Leben.

 

Wie ihr für ein längeres Leben eurer Hunde sorgt?

Tragt ihr euch mit dem Gedanken, einen Rassehund anzuschaffen. So könnt ihr von einer Dogge nicht dieselbe Lebenserwartung wie zum Beispiel von einem kleinen Jack Russel erwarten. Doch recht frühzeitig stellen sich bei der Dogge und anderen schweren mollossoiden Rassen Probleme in den Gelenken, der Muskulatur und den dem Knochenapparat ein. Umso wichtiger, gerade im Jugendalter und in der Aufzucht auf eine artgerechte und abgestimmte Bewegung und Forderung zu achten.

Viele Hundehalter zerstören den Bewegungsapparat mit falsch verstandener Auslastung und führen zum Beispiel den jungen Hund mit unter einem Jahr am Fahrrad oder lassen Welpen viel zu oft Treppensteigen. Es ist unsere menschliche Umwelt, die Hunden im Weg steht und ihnen ein langes Leben verwehrt. Jeder Hund besitzt einen angeborenen Bewegungsdrang. Gerade bei jungen Hunden sollten Hundehalter die Bremse anziehen, denn in diesem Alter wachsen die Gelenke, die Knorpel und die Muskulatur zusammen.

 

Temporäre Lahmheit verweist zum Beispiel auf ein Problem der Wachstumsfuge, das übergangsweise bei Hunden auftritt, die gerade sehr stark im Wachstum stecken.

 

Über die Ernährung zum langen Leben

Ebenso verhält es sich mit der Fütterung. Achtet auf eine bedarfsgerechte Fütterung, die den individuellen Bedürfnissen des Hundes in Bezug auf die Größe und die Masse sowie der Auslastung gerecht wird. Hier findet ihr direkt auf der Packung Hinweise zur richtigen Fütterung. Im Bedarfsfall sprecht ihr einfach mit dem Tierarzt, dem Futterhändler oder noch besser dem Züchter über eine geeignete Fütterung eures Hundes.

 

Was tun, wenn mein Hund alt ist?

Nun ist der Tag gekommen und ihr stellt die ersten Anzeichen für die Alterung fest. Du bemerkst, dass dein Hund immer ruhiger wird, sich öfter zurückzieht und nicht dieselbe Agilität wie noch vor Jahren zeigt? In diesem Zusammenhang solltet ihr lieber einmal öfter zum Tierarzt gehen und den so genannten Senioren Check-Up machen. Auf diese Weise lassen sich aufkommende Krankheiten frühestmöglich diagnostizieren und bestmöglich behandeln.

 

Wann ist mein Hund alt?

Hier wollen wir keine pauschale Vorgabe anführen. Orientiert das Alter der Hunde immer an der Vitalität und der Fitness. Ihr werdet schon ganz deutlich an unterschiedlichen Verhaltensveränderungen eine Alterung des Hundes feststellen. Gerade nach langen Jahren kennen Herrchen und Frauchen ihren Vierbeiner bestens und können das veränderte Verhalten folgerichtig zuordnen.

 

Die häufigsten Merkmale für einen alternden Hund:

  • Raufereien und Konflikte mit anderen Hunden aus dem Weg gehen,
  • Coolness gegenüber spannenden Erlebnissen,
  • schnelle Erschöpfung bei Wanderungen, Laufrunden und Fahrradausflügen,
  • Übergewicht,
  • Muskelabbau,
  • veränderte Körperhaltung.

 

Wie du richtig mit einem alten Hund umgehst?

Im Alter nehmen auch die Sinne in ihrer Schärfe ab. Euer Vierbeiner wird vielleicht etwas schlechter sehen oder hören. Auch der intensiv ausgeprägte Geruchssinn leidet unter dem zunehmenden Alter. Das bedeutet für uns Hundehalter, besonders aufmerksam und geduldig mit den Vierbeiner umzugehen. Verschafft eurem Liebling einen geruhsamen und gelassenen Lebensabend und stellt euch auf das höhere Alter ein. Schließlich gibt es jede Menge Möglichkeiten, die vierbeinigen Senioren altersgerecht auszulasten.

Konzentrationsspiele und kürzere Bewegungseinheiten gehören ebenso dazu wie eine Umstellung im Hinblick auf das Futter. Ältere Hunde benötigen nämlich nicht mehr dieselbe Energiemenge wie junge Hunde. Eine Überversorgung mit Nährstoffen hat für den gesamten Organismus ernstzunehmende Konsequenzen. Obendrein genießen die älteren Fellnasen ausgiebige Kuschel-Einheiten zu zweit und jede Menge Gelassenheit, die im Lebensabend für jeden Hund, Frauchen und Herrchen ihren Reiz haben.

 

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