Gelbsucht Symptome und Behandlung

Die häufigste Ursache für Gelbsucht bei Katzen ist eine Stoffwechselstörung. In der Fachsprache reden die Tierärzte von Ikterus. Im Prinzip lässt sich die Gelbsucht bei Katzen ganz einfach an der Einfärbung der Haut erkennen.

Hier bestehen deutliche Parallelen zur Erkrankung beim Menschen.

Wissen

Gelbsucht bei Katzen – Das Wichtigste in der Übersicht:

  • Verfärbung der Schleimhäute, Haut, Augen und Gaumen
  • schwere und leichte Gelbsucht bei Katzen unterscheiden
  • Gelbsucht als Symptom für weitere Erkrankungen
  • Biopsie und Blutuntersuchung der Katze beim Tierarzt
  • Behandlung mit Cortison oder Antibiotika – je nachdem welche Organe betroffen sind

 

Symptome für eine leichte und eine schwere Gelbsucht bei Katzen

Leidet die Katze unter einer leichten Gelbsucht, verfärbt sich nicht die gesamte Haut, sondern lediglich die Lederhaut an den Augen und am Gaumen. Bei einer schweren Gelbsucht sind auch die Schleimhäute, die Regenbogenhaut und die äußere Haut betroffen. In den meisten Fällen kommt es zu Verfärbungen der folgenden Körperstellen:

  1. Schleimhaut
  2. Lederhaut
  3. Gaumen
  4. Ohren

Die häufigsten Ursache für die Gelbsucht bei Katzen

Die Ursachen lassen sich nicht einfach in einem Satz erklären, sondern können vielseitiger Natur sein. Es würde Sinn machen, diese in unterschiedliche Kategorien zu klassifizieren.

Unter den prähepatischen Ursachen fallen zum Beispiel leberkranke Katzen. Über einen zunehmenden Verfall roter Blutkörperchen steigt die Bilirubin Konzentration, was die Schleimhäute der Katze gelb färbt. Diese Erkrankung können zum Beispiel Parasiten hervorrufen, die andere Infekte in der Katze in Gang setzen.

Die hepatischen Ursachen entfallen auf eine geschädigte Leber, eine Entzündung der Leber, die Hepatitis oder auf eine Leberverfettung. Posthepatische Ursachen finden wir bei einer Störung der Gallenwege oder bei einem gestörten Gallenabfluss.

Ursachen von Gelbsucht

Eigentlich handelt es sich bei der Gelbsucht bei Katzen nicht um eine klassische Erkrankung, sondern vielmehr um ein Symptom, das auf andere Ursachen verweist. Oftmals liegt eine Anzahl unterschiedlicher Erkrankungen vor, die zu einer Färbung von Lederhaut und Gaumen führen. Es ist also immer von der jeweiligen Grunderkrankung abhängig, die bei einer Katze vorliegt und zu der ungewöhnlichen Verfärbung führt.

Ist eine Katze zum Beispiel in Kontakt mit Parasiten gekommen, können diese im Nachhinein die roten Blutkörperchen angreifen. Das kann zum Ausbruch des Ikterus führen und eine Bluterkrankung hervorrufen.

In jedem Fall ist es nur einem Tierarzt möglich, die eigentliche Ursache der Gelbsucht bei Katzen herauszufinden und diese direkt zu behandeln. Hier kommt es vor allen Dingen darauf an, wie stark die Erkrankung ausgebildet ist und wie früh der Tierbesitzer mit seiner Katze zum Tierarzt gegangen ist.

Vorsicht vor der Selbstdiagnose!

An dieser Stelle möchten wir einmal mehr vor einer gefährlichen Selbstdiagnose zuhause warnen. Erkennst du die ungewöhnlichen Verfärbungen an den oben genannten Körperpartien, warte nicht mehr länger.

Nur der Tierarzt ist in der Lage, die Krankheit zu diagnostizieren und die jeweiligen Symptome ins Verhältnis zu setzen. Nicht in jedem Fall sollten die Katzenbesitzer sofort in Panik verfallen, da die Tierärzte nicht zuletzt dank der modernen Behandlungsmethoden mittlerweile in der Lage sind, selbst schwerwiegende Fälle mit guten Prognosen zu behandeln. Sprecht in Ruhe mit dem Tierarzt und stellt alle eure Fragen, um eurem Stubentiger die bestmögliche Behandlung zukommen zu lassen.

Wie behandelt der Tierarzt Gelbsucht bei Katzen?

Eigentlich lässt sich jede Gelbsucht bei Katzen behandeln. Das Blutbild und eine gründliche Untersuchung sind eine erste Voraussetzung, um überhaupt die Erkrankung zu finden, die hinter der ungewöhnlichen Verfärbung steckt. In den meisten Fällen lassen sich die Auslöser, die Parasiten und Bakterien mit Antibiotika behandeln. In einigen Fällen verabreicht der Tierarzt in der akuten Phase tagtägliche Infusionen, das soll vor allen Dingen den Stoffverlust der Katze ausgleichen.

Leidet eine Katze zum Beispiel unter einer Fettleber, verschreibt der Tierarzt eine Leberdiät. Die Katze bekommt ab sofort spezielles Futter, um sich von der Fettleber zu erholen und erfährt eine folgerichtige Therapie. Mittlerweile gibt es ein stimmiges Sortiment medizinischer Futtermittel, die auf diese Erkrankungen eingehen und betroffenen Katzen ein glückliches Leben bescheren.

Gelbsucht bei Katzen – die beste Therapie

Im Prinzip erkennt nicht nur der Tierarzt, sondern auch die Katzenhalter die Gelbsucht an der Gelbfärbung des Gaumens und der Leberhaut.

Um zur eigentlichen Grunderkrankung zu kommen, muss der Katze Blut abgenommen werden. Im Labor wird das Blut auf die roten Blutkörperchen untersucht. Dadurch kann zum Beispiel ein Parasitenbefall ausgeschlossen werden.

Durch einen Antikörpertest kann der Tierarzt herausfinden, ob die Katze an einer Virusinfektion leidet. Darüber hinaus werden die Leberwerte des Vierbeiners bestimmt, um deren Funktionstüchtigkeit zu überprüfen. Weitere Befunde liefert eine Ultraschalluntersuchung, die ungewöhnliche Veränderungen zu Tage bringt.

Nicht zuletzt die Entnahme einer Gewebeprobe direkt aus der Leber, die als Biopsie bezeichnet wird, hilft einem Tierarzt bei der Diagnose.

Die jeweilige Therapie und Behandlung orientiert sich immer an der zu Grunde liegenden Erkrankung. Leidet die Katze zum Beispiel unter Hepatitis, bekommt sie Antibiotika vom Tierarzt. Cortison kommt zum Einsatz, wenn eine Leberdysfunktion vorliegt. Zunächst solltest du deiner Katze Ruhe gönnen und ihre Genesung mit der folgerichtigen Ernährung unterstützen.

Kann sich meine Katze von der Gelbsucht erholen?

Die Prognosen für eine Genesung sind abhängig vom Schweregrad der Gelbsucht. Leidet die Katze zum Beispiel unter einer chronischen oder akuten Hepatitis, können die Gesundungschancen anders berechnet werden. Liegt lediglich eine leichte Lebererkrankung vor, steigen die Chancen darauf, wieder vollständig gesund zu werden. Das Ganze gilt auch für die Schädigung der Leber.

Grundsätzlich solltest du bei einer gelblichen Verfärbung der Schleimhäute oder der Haut deiner Katze schnellstmöglich zum Tierarzt gehen und deine Katze untersuchen lassen.

Die Gelbsucht bei Katzen ist zwar keine alleinstehende Krankheit, aber eines der wichtigsten Symptome für weiterführende und zum Teil lebensgefährliche Ursachen. Je schneller du handelst, desto besser steht es um die Aussichten auf eine vollständige Genesung.

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