Coronavirus bei Hunden (SARS-CoV-2)

Ist das Coronavirus SARS-CoV-2 eine Gefahr für Hunde?

Kann das aktuelle Coronavirus SARS-CoV-2 eine Gefahr für unsere Hunde werden? Das Coronavirus wütet auf der ganze Welt und stellt unser Gesellschaftssystem auf den Kopf. Wer hätte vor einer Woche gedacht, dass Kindertagesstätten, Schulen, Bars, Clubs und der Großteil der Geschäfte schließen? Zu den Vorsichtsmaßnahmen gesellt sich ein Gefühl von Angst. Tierhalter fragen sich, ob angesichts des Coronavirus auch eine Gefahr für ihre Hunde besteht. Wir gehen dieser Frage in dem folgenden Beitrag nach.

Coronaviren beim Hund für Menschen ungefährlich

Das Coronavirus oder Covid-19 ist eine Viruserkrankung des Menschen. Die Viren sind schon eine  ganze Weile bekannt. So gibt es Durchfallerkrankungen beim Hund, die auch von Coronaviren verursacht werden. Doch Corona ist nicht gleich Corona. Wer eine Kotprobe seines Hundes beim Tierarzt abgibt und den Bescheid mit Coronaviren zurückerhält, muss nicht in Panik verfallen. Die Viren haben nichts mit Covid-19 zu tun, der ausgelösten Atemwegserkrankung, die hochgradig ansteckend ist.

Es gibt viele Tiere, die eine Form des Coronavirus in sich tragen. Bei Katzen ist das zum Beispiel die Feline Infektiöse Peritonitis – kurz FIP. Bei Schweinen löst der Coronavirus die epizootische Virusdiarrhoe aus. Doch sind all diese Viren und Erreger klar von dem derzeitigen SARS CoV-2 zu unterscheiden. Coronaviren sind bei Tieren keine Seltenheit. Sie stellen für uns Menschen keine Gefahr dar.

Quarantäne und Hund – wichtige Verhaltenshinweise

Dramatische Szenen spielten sich in der chinesischen Stadt Wuhan ab. Fluchtartig hatten 11 Millionen Einwohner das Epizentrum der Pandemie verlassen und unzählige Katzen und Hunde zurückgelassen. Es hielt sich das Gerücht, die Tiere würden das Coronavirus übertragen. Laut Weltgesundheitsorganisation gibt es keinerlei Gefahr der Übertragung vom Hund auf den Menschen. Ist von den Coronaviren in Verbindung mit dem Hund die Rede, meinen wir die Erreger einer blutigen Durchfallerkrankung. Diese Viren sind nicht für das Lungenleiden verantwortlich.

Positiv getestete Vierbeiner auf Sars-CoV-2?

Dem aktuellen Bericht in der Nachrichtenagentur Reuters ist zu entnehmen, dass Behörden in Hongkong einen Hund in Quarantäne gestellt haben, der womöglich am Coronavirus erkrankt ist. Der Test ergab leicht positive Ergebnisse in den Atemwegen des infizierten Vierbeiners. Das ging aber nicht mit Symptomen für Covid-19 einher.

So gibt es bis zum derzeitigen Zeitpunkt keine eindeutigen Indizien, dass sich die Heimtiere mit dem Coronavirus infizieren und danach ein Infektionsrisiko für den Menschen darstellen. Genau dieser Fall entfachte eine Hysteriewelle, obwohl es bis zum heutigen Tag gar nicht klar ist, ob es sich um eine passive Verunreinigung der Virusmengen in der Umgebung handelt oder um eine aktive Infektion.

Bis zum heutigen Tage hat das Tier keine Krankheitssymptome gezeigt und wird immer noch in Quarantäne untersucht. Dennoch empfiehlt das Friedrich-Löffler-Institut – kurz FLI – infizierten Personen, sich nicht von ihrem Haustier im Gesicht ablecken zu lassen. Die Bundesforschungsanstalt für Tiergesundheit schließt derzeit eine Übertragung vom Menschen auf das Tier aus.

Was für die Forscher so gut wie feststeht: Das Coronavirus Sars-CoV-2 geht auf ein Tier zurück. Es soll sich aller Wahrscheinlichkeit nach um eine Fledermaus handeln. Im fachlichen Sinne ist von einer Zoonose die Rede, wenn das Virus die Infektion auf den Menschen überträgt. Eine rückwärtige Infektion zurück zum Tier, speziell zum Hund, ist so gut wie ausgeschlossen.

Was muss ich beachten beim Umgang mit meinem Hund und dem Coronavirus?

Alles, was du zum Coronavirus und deinem Hund wissen musst: Die Viren der Vierbeiner haben nichts mit den Viren zu tun, die die gefährliche und hochansteckende Lungenkrankheit verursachen. Bisher gibt es keinerlei gesicherte Beweise, dass sich Hundehalter bei ihren Vierbeinern mit Sars-CoV-2 angesteckt haben.

Solltest du in der Situation sein, dich in häuslicher Quarantäne zu befinden, versuche die Gassirunden und die Hundebetreuung außerhalb geschlossener Räume an Freunde, Bekannte oder Verwandte abzugeben. In keinem Fall ist es eine Lösung, dass Tier auszusetzen oder in einer Wohnung zurückzulassen. Handle mit Bedacht und im Sinne der Tiere. Dir wird daraus keine Gefahr entstehen.