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Die Hunderasse Schnoodle ist eine Kreuzung aus Zwergpudel und einem Zwergschnauzer. Es entsteht die Hybrid-Hunderasse Schnoodle. Dieses Rasseportrait sagt Dir alles, was Du über den kleinen Vierbeiner mit seiner freundlichen Grundart aber auch seinem Hang zur Kühnheit und einer Spur Eitelkeit wissen musst. Dann kannst Du dem möglichen neuen Familienmitglied die beste Fürsorge zukommen lassen.Tierwissen weiterlesen

Rasse: Schnoodle (Steckbrief)

Herkunft USA bekannt seit 1965
FCI Gruppe nicht anerkannt
Gewicht 15-35 kg
Größe 45-65 cm (Rüde) 40-61 cm (Hündin)
Charakter fröhlich, mutig, neugierig, aufgeschlossen
Besonderheiten Haltung mit Auflagen verbunden, Einfuhr aus dem Ausland verboten
Lebenserwartung 12 bis 15 Jahre
Funktion Begleithund, Familienhund
Auslauf Haltung mittleres Auslaufbedürfniss, Wohnungshaltung möglich, Kinderfreundlich
Krankheiten Augenerkrankungen, Ohreninfektionen, Parodontose
Fellfarbe Schwarz-tan, Schwarz, Grau, Silber, Braun, Weiß, Aprikose, Schwarz-Weiß
Fell mittel, gelockt, rauhaarig

Schnoodle

Das Wichtigste im Überblick

  • der Schnoodle ist ein Hybridhund als Kreuzung zwischen Zwergpudel und Zwergschnauzer
  • Hund ist eher klein und anpassungsfähig, was die Wohnungshaltung möglich macht
  • konsequente Erziehung fällt dank Anhänglichkeit und Offenheit leicht
  • als Ersthund und Familienbegleithund geeignet
  • sowohl das Fell als auch die Zähne benötigen Aufmerksamkeit

Erscheinungsbild

Dieser Hund macht es vielen Tierfreunden nahezu unmöglich, ihn nicht vom ersten Moment an zu mögen. Sein
Äußeres spricht alle an, die einer gewissen Niedlichkeit nicht widerstehen können.

Schnoodle im Rasseportrait

Unterformen der Rasse

Der Schnoodle ist aufgrund seiner Elternrassen eher von kleinem Wuchs, wobei man in der Zucht drei Unterformen kennt. Diese unterscheiden sich im Detail recht stark:

Toy Schnoodle

Der kleinste Vertreter der Rasse kommt auf eine Schulterhöhe von maximal 30 Zentimeter. Daher wiegt er auch sehr wenig. Meist bringen die Tiere maximal vier Kilogramm auf die Waage. Zur besseren Vorstellung: Sie sind damit kleiner als mittelgroße Katzenrassen.

Miniatur Schnoodle

Sie erreichen eine mittlere Größe und starten bei 30 Zentimetern Schulterhöhe. Die größten Tiere kommen auf bis zu 38 Zentimeter. Entsprechend gestaltet ist auch das Gewicht: Leichte Tiere liegen bei circa sechs Kilogramm, die größeren Hunde bei neun Kilogramm.

Standard Schnoodle

Die größten Vertreter der Hunderasse starten erst bei 38 Zentimetern und können bis zu 66 Zentimeter Schulterhöhe erreichen. Das Gewicht bewegt sich je nach Größe zwischen neun und gut 30 Kilogramm.

Körperbau

Der Körperbau aller Unterformen ist eher quadratisch, da die Rückenpartie relativ gerade ausfällt. Der mittelgroße Kopf verjüngt sich leicht zur Schnauze hin, die kleiner als der Kopfansatz ausfällt. An dieser Stelle fällt der Pudelanteil deutlich ins Auge. Die Ohren sind meist v-förmig gefaltet und ergeben zusammen mit den runden Augen einen freundlichen Gesamteindruck.

Zum charakteristischen Erscheinungsbild aller Schnoodles gehört entweder ein weiches und kuscheliges Fell oder eher drahtiges Haar. Was überwiegt, hängt von der Dominanz der Elterngenerationen ab. Seidiges und leicht gewelltes Fell stammt aus der Pudel-Linie, das kurze und drahtige Fell vom Schnauzer. Manche Tiere haben auch stärkere Wellen von der Elterngeneration geerbt. Die Farben können je nach Stammbaum Schwarz, Weiß, Silber und Grau in Reinform sein oder gemischt auftreten.

Schnoodle Rasseportrait

Pflege

Der Pflegeaufwand des Fells ist daher ein Punkt, den Du nicht vergessen darfst. Viele Züchter sprechen sich dafür aus, einmal im Monat professionelle Pflege zu nutzen. Bist Du niemand, der zum Hundesalon gehen möchte, solltest Du mindestens zwei Mal in der Woche das gesamte Fell bürsten. Je nach Wuchs solltest Du es am Unterbauch regelmäßig kürzen. Kot und Urin bleiben sonst darin hängen und es entstehen schnell Verfilzungen.

„Achtung: Die Fellpflege muss entsprechend der Ausprägung eher auf Schnauzer- oder Pudelbedürfnisse abgestimmt werden.“

Den Charakter des Schnoodles kennenlernen

Falls es für Dich nicht Liebe auf den ersten Blick ist, dann vielleicht auf den zweiten. Die Hunderasse hatten einen sehr einnehmenden Charakter, der zugleich für Anfängerinnen und Anfänger gut geeignet ist.

In seinen Grundzügen ist er aufgeschlossen und friedlich, weshalb auch Kinder mit dem Schnoodle zusammenleben können. Wichtig ist nur, dass Babys und Kleinkinder nicht ohne Aufsicht beim Tier bleiben, da Du ihnen noch nicht vermitteln kannst, wie man einen Hund anfasst und anspricht. Mit ihrer Kraft könnten sie daher die kleinen Hunde verletzen und zur Gegenwehr provozieren.

Im Alltag wird Dir vor allem auffallen, wie charmant Dein Schnoodle im Umgang mit vertrauten Tieren und Personen ist. Neuen „Eindringlingen“ gegenüber ist er zu Beginn allerdings etwas misstrauisch gegenüber und wird sich etwas zurückhalten. Bei vielen kommt an dieser Stelle allerdings auch Kühnheit und Arroganz, wie man sie Schnauzern und Pudeln nachsagt, zum Tragen. Daher reagieren manche Schnoodles bei Stress auch mit lautem Bellen.

Ist er gut gelaunt, wir Dein Hund aufmerksam und pfiffig sein. Das lässt ihn auch die wichtigsten Kommandos sehr schnell lernen.

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Erziehung

Da die Tiere bereits nach kurzer Zeit auf ihre Familienmitglieder fixiert sind, wirst Du wenig Probleme haben, Deinen Hund zu erziehen. Seriöse Züchter geben Dir auch Auskunft über das Sozialverhalten der Elterntiere, woraus Du Rückschlüsse auf die Welpen ziehen kannst. Besonders gut sozialisierte Muttertiere sind wichtig, da sie ihre Welpen in deren ersten Lebenswochen prägen.

Wichtig ist zudem, dass Du bereits ab dem ersten Tag, an dem der Schnoodle bei Dir einzieht, Konsequenz vorlebt. Das fällt oft schwer, da viele den niedlichen Welpen zunächst alles erkunden lassen wollen. Doch später Verbote auszusprechen, kann das Tier sehr verwirren.

Beginne auch in den ersten Tagen mit Befehlen wie „Sitz“, um schnelle Lernerfolge zu erzielen. Warten bis die Hunde ein halbes Jahr oder noch älter sind, macht keinen Sinn.

Schnoodle Hund

Wichtige Bedingungen zur artgerechten Haltung

Aufgrund der geringen Körpergröße und der guten Eignung sowohl für Familien als auch alle Menschen ohne Vorerfahrung mit Hunden, werden Schnoodles gern von jungen Paare zur Wohnungshaltung gekauft. Das ist prinzipiell auch kein Problem, wenn der Hund genügend Aufmerksamkeit bekommt.

Da Schnoodles aktiv sind, benötigen Sie täglichen Auslauf und indoor ausreichend Beschäftigung. Werden die Tiere lange alleingelassen oder wenig beachtet, können sie Verhaltensauffälligkeiten entwickeln.

Im Vergleich mit anderen Hunderassen zeigen sie jedoch noch ein gemäßigtes Aktivitätsniveau. Plane ungefähr zwei Spaziergänge und eine halbe Stunde Spielzeit am Tag ein.

Zur groben Orientierung kannst Du Dir merken, dass Toy Schnoodles und Miniatur Schnoodles für die Wohnungshaltung geeigneter als die Standard Schnoodles sind. Das Platzangebot relativiert sich gemessen an der Körpergröße. Je höher die Schulterbreite ausfällt, desto eher wirkt eine Wohnung auch beengt auf die Tiere.

Manche Züchter empfehlen für die Standard Schnoodles daher ein Haus mit Garten als Optimum. Das bedeutet jedoch auf keinen Fall, dass eine Zwinger-Haltung angeraten wird. Bei der Rasse handelt es sich ausdrücklich um Begleithunde, die nah bei ihrem „Menschenrudel“ sein möchten.

Schnoodle

Krankheiten der Rasse

Schnoodles sind eine Kreuzung und können entsprechend an den Erbkrankheiten der Elternrassen leiden. Allerdings kann die Kombination auch dazu führen, dass sie widerstandsfähiger als reine Pudel und rein Schnauzer sind.

Bekannt sind vermehrt Fälle von Herzkrankheiten und Augenproblemen. Beides sollte daher bei den Routineuntersuchungen beim Tierarzt regelmäßig überprüft werden.

Aufgrund der überwiegend geringen Körpergröße gelten die Hunde zudem als anfällig für Unterkühlungen. Gassi gehen bei Regen oder im Winter kann daher ein schwächelndes Immunsystem des Tieres überfordern und Dein Schnoodle erkältet sich.

Die Rasse neigt zudem zu Parodontose. Tierärzte raten Besitzern, bereits Welpen an die Möglichkeiten einer Tierzahnbürste zu gewöhnen. Es gibt passende Zahnpasta beim Tierarzt, die mit einer Bürste aufgetragen wird. Die meisten Hunde lassen sich diese möglichst tägliche Pflege gefallen, wenn sie gut an die Berührungen im Maul gewöhnt wurden.

(Hinweis: Züchter können gern mit uns Kontakt aufnehmen)

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Quellen und Links