Wie lange schlafen Katzen?

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    Warum schlafen Katzen so lange:

    Katzen schlafen und dösen an den unterschiedlichsten Orten. In der Sonne oder im Körbchen machen es sich die Stubentiger gemütlich. Dabei kommt es vor, dass die Vierbeiner mehrere Stunden ruhen. Wie lange die Katzen schlafen, hängt von verschiedenen Faktoren ab. Beispielsweise spielt das Alter Deiner Samtpfote eine Rolle.

    Ältere Tiere benötigen mehr Ruhe als aufgeweckte Kitten. Das Wetter nimmt ebenfalls Einfluss auf das Schlafbedürfnis Deiner Katze.

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    Katze schläft
    Katzen schlafen lange © maksymowicz – Fotolia.com

    Wie lange schlafen die Stubentiger?

    Im Schnitt schlafen Katzen bis zu 16 Stunden am Tag. Die Ruhezeiten variieren bei den Vierbeinern. Das bedeutet, dass Dein Stubentiger keine festen Schlafenszeiten besitzt. Du bemerkst diesen Umstand, wenn Du Dein Haustier nachts in Deiner Wohnung hältst. In der einen Nacht schläft der Vierbeiner schnurrend an Deinem Fußende durch, in der nächsten tobt er durch die Wohnung. Der Charakter Deiner Katze entscheidet ebenfalls darüber, wie viel Schlaf sie täglich braucht.

    Verspielte und ruhelose Tiere schlafen ausschließlich bis zu 15 Stunden täglich. Sie verbringen ihre Zeit lieber damit, ihre Umgebung zu erkunden oder sich mit Dir zu beschäftigen. Gesetztere Vierbeiner benötigen mehr Ruhe und ziehen sich mehrmals am Tag an einen geschützten Platz zurück. Besonders Schlafplätze in höheren Lagen gehören zu den favorisierten Verstecken Deines Stubentigers. Legt sich dieser zum Schlafen nieder, findest Du ihn häufig:

    • auf Schränken,
    • in Regalfächern,
    • auf Tischen oder Stühlen,
    • auf hohen Kratzbäumen
    • oder auf Fensterbrettern.

    Wie lange die Katzen schlafen, hängt auch von den entsprechenden Schlafmöglichkeiten ab. Findet das Tier keinen Platz, an dem es sich sicher fühlt, schläft es unruhig und wechselt oft die Liegestatt. Zudem nimmt die Haltung Deines Haustiers auf sein Schlafverhalten Einfluss. Wohnungskatzen schlafen durchschnittlich länger als ihre frei laufenden Artgenossen. Mit dem Dösen vertreiben sie sich beispielsweise die Langeweile, während Du auf Arbeit gehst.

     

    Der Unterschied zwischen Kitten und Seniorkatzen

    Der Zeitraum, in dem die Samtpfoten schlafen, variiert abhängig von ihrem Alter. Hierbei ähneln die Vierbeiner dem Menschen. Je älter sie sind, desto mehr Schlaf brauchen sie. Als Kitten verbringen die Stubentiger bis zu 18 Stunden am Tag mit Schlafen. Bei einer Katze über zehn Jahren steigert sich das Schlafbedürfnis auf bis zu 20 Stunden täglich. Auch hier gibt es Unterschiede im Charakter.

     

    Katzen und das Wetter

    Die Samtpfoten reagieren stark auf Wetterumschwünge und extreme Temperaturen. Somit schlafen Katzen lange, wenn es draußen sehr kalt oder sehr heiß ist. Extrem hohe oder niedrige Wärmegrade verlangen dem Vierbeiner viel Energie ab. Daher dient der Schlaf als Schutzmechanismus. Während die Tiere dösen, verbrauchen sie weniger Kraft. Auf diese Weise hält sich ihre Körpertemperatur stabil.

    Dieser Schutz-Mechanismus bezieht sich des Weiteren auf Artgenossen oder Fressfeinde. Eine schlafende Katze zeigt sich unauffälliger als eine Samtpfote im Wachzustand. Befinden sich andere Tiere in seinem Revier, döst Dein Haustier, um diesen zu entgehen. Hierbei spielt der Rang der Katze eine tragende Rolle. In seinem Buch „Katzenseele: Wesen und Sozialverhalten“ erklärt der Verhaltensforscher Paul Leyhausen dieses Schutzverhalten der Katze.

    Fühlt sie sich bedroht oder unterlegen, legt sie sich zum Schlafen hin. Dies geschieht, um die Aufmerksamkeit des Rivalen nicht auf sich zu ziehen. Im Fall einer Krankheit oder eines Parasitenbefalls steigert sich das Schlafbedürfnis Deines Stubentigers merklich.

    Weiterhin beeinflussen die sexuelle Stimmungslage und das Bedürfnis nach Futter den Schlaf der Katze. In der Paarungszeit legen sich die Tiere selten zu einem ungestörten Nickerchen nieder. Stattdessen verbringen unkastrierte Kater ihre Zeit damit, ihr Revier zu markieren und zu verteidigen. Rollige Katzen benötigen nur wenig Schlaf. In dieser Zeit hörst Du Dein Haustier in der Nacht lautstark nach einem Partner rufen.

     

    Viele Katzen schlafen lange und gern an höher gelegenen und kuscheligen Plätzen. Das Schlafbedürfnis der Vierbeiner hängt mit ihrem Alter und dem gesundheitlichen Zustand zusammen. Das Wetter spielt bei den Ruhephasen der Stubentiger ebenso eine Rolle. Extreme Temperaturen und trübe Tage verschlafen die Samtpfoten mit Vorliebe.

     

    Literatur:

    Buch – Paul Leyhausen: Katzenseele: Wesen und Sozialverhalten

    ⏲ Letzte Aktualisierung am von Mario Foerster, Redaktion
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